WE ARE CONNECTED

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Michael Seidel &
Florence Schubotz

Dr. Florence Schubotz von der Uni Bremen und Dr. Michael Seidel von der Uni Oldenburg sind beide organische Geochemiker*innen und arbeiten gemeinsam im Exzellenzcluster „Ocean Floor“. Im Video der Reihe „We are connected“ sprechen sie über ihre Forschung im Rahmen des Exzellenzclusters und darüber, warum ihre nächste Forschungsreise in die Baffin Bay führt.

Transkript

Frage: Wann und wie haben Sie sich kennengelernt?

00:00 – 00:03
Florence Schubotz: Wir kennen uns seit über 20 Jahren, wir haben zusammen in Oldenburg studiert.

00:03 – 00:05
Michael Seidel: Ich wusste sofort: Das passt menschlich und wissenschaftlich gut zusammen, das wird eine spannende Zusammenarbeit.

Frage: Was zeichnet den Kollegen aus? Als Person und als Kollegen?

00:18 – 00:21
Florence Schubotz: Michael Seidel nehme ich als Kollegen wahr, der sehr nahbar und sehr kommunikativ ist, auch inspirierend und begeistert für seine Forschung.

Frage: Wie sieht Ihre konkrete Zusammenarbeit aus?

00:25 –00:45
Michael Seidel: Wir sind beide organische Geochemiker. Florence arbeitet eher auf der mikrobiellen Seite, ich eher auf der geochemisch-analytischen Seite. Unser erstes gemeinsames Projekt war vor ungefähr zehn Jahren, bei dem es um natürliche Erdölaustritte im Golf von Mexiko ging. Da hatte sie mich gefragt, ob ich mich beteiligen will. Wir versuchen, bei Erdölsystemen oder hydrothermalen Systemen herauszufinden, welchen Einfluss sie auf den Kohlenstoffkreislauf im Ozean haben.

00:49 – 01:16
Florence Schubotz: Ich gucke mir dabei eher die partikuläre, also die Festphase an und er guckt sich das gelöste organische Material an. Wenn ich mir eine Fragestellung nur mit meiner Expertise anschaue, dann wäre das nur ein eingeschränkter Blick darauf, wie die Prozesse tatsächlich in der Umwelt stattfinden. Dadurch, dass wir die Expertise von meinem Kollegen Micha aus Oldenburg ins Boot holen, können wir nicht nur sehen, welche Mikroorganismen involviert sind, organisches Material umzuwandeln, sondern auch, was damit passiert.

Frage: Was wäre das nächste Ziel Ihrer Arbeit/Forschung?

01:21 – 01:43
Michael Seidel:  Wir haben natürlich Spitzenforschung an beiden Standorten. Allein die analytische Infrastruktur, das Know-how, auch die gemeinsame Ausbildung von Studierenden und Doktorand*innen – das ist perfekt und passt einfach super zusammen. Das hat sich in der ersten Phase des Exzellenzclusters bewiesen. Das läuft jetzt weiter und wird dann natürlich in Zukunft noch weiter ausgebaut.

01:44 – 01:49
Florence Schubotz: Tatsächlich planen wir beide schon unsere nächste Forschungsreise. Und zwar soll es diesmal in die Arktis gehen. In die Baffin Bay, das liegt zwischen Grönland und Kanada, wo wir neue Ölaustritte vermuten.

01:55 – 01:57
Michael Seidel: Da fahren wir mit dem Forschungsschiff „Merian“ hin. Das sind fünf Wochen, an denen wir die Probenentnahme betreiben.

02:01 –02:10
Florence Schubotz: Das ist besonders interessant, weil die Polargebiete stärker als andere Bereiche im Ozean vom Klimawandel betroffen sind. Wir untersuchen, ob diese Erderwärmung bestimmte Effekte auf die Prozesse hat, die wir uns anschauen wollen.