Nachaufnahme von Messeinstrumenten in den Händen.

MATERIALIEN UND PROZESSE

Für eine nachhaltige Zukunft

Die Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Materialien und innovativer Herstellungsprozesse bildet einen zentralen Schwerpunkt der Northwest Alliance. Ziel dieser Kooperation ist es, die spezifischen Stärken der Standorte Bremen, Oldenburg und Groningen zu bündeln, um gemeinsame Lösungen für ressourceneffiziente und klimaneutrale Materialien zu entwickeln. Dabei stehen sämtliche Materialklassen wie Metalle, Polymere, Keramiken und Verbundwerkstoffe im Fokus der Forschung mit deren Anwendung in zentralen Zukunftsfeldern wie Mobilität, Energie, Elektronik sowie der Luft- und Raumfahrt.

Disziplinen

Biologie
Chemie
Geographie
Geowissenschaften
Meerestechnik
Physik
Sozialwissenschaften
Wirtschaftswissenschaften
Umweltwissenschaften
Mathematik
Informatik

Ein wesentlicher Anknüpfungspunkt für diese Aktivitäten ist das MAPEX Center for Materials and Processes an der Universität Bremen, wo die Materialwissenschaften bereits seit über zwei Jahrzehnten das Forschungsprofil prägen. Mit der Gründung von MAPEX im Jahr 2014 wurde eine interdisziplinäre Plattform geschaffen, die Forschende aus verschiedenen MINT-Fachbereichen und außeruniversitären Partnerinstitutionen zusammenführt. Dies ermöglicht eine Forschung entlang der gesamten Prozesskette von der Materialentwicklung bis hin zu modernen Herstellungstechnologien.

Ein herausragendes Beispiel für diese Ausrichtung ist der Exzellenzcluster „Die Mars-Perspektive“. Hier werden Kompetenzen aus Materialwissenschaften, Verfahrens-, Produktions- und Raumfahrttechnik mit Ansätzen aus Verhaltenswissenschaften und Robotik verknüpft. „Ziel ist die Entwicklung neuartiger Produktionsverfahren für extrem ressourcenarme Bedingungen, die als Modell zugleich für eine Besiedlung des Mars und eine grüne Transformation auf der Erde dienen können“, betont Kirsten Tracht, Co-Sprecherin des Exzellenzclusters.

Darüber hinaus konzentriert sich die Zusammenarbeit auf die Festkörperphysik und die ultraschnelle Nano-Optik. Perspektivisch wird die Kooperation auf strategische Zukunftsfelder wie Quantenmaterialien, Batterietechnologien, Sensorik sowie den mikrobiellen Kunststoffabbau ausgeweitet. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Circular Electronics“, in dem neue Ansätze für kreislauffähige elektronische Systeme entstehen. Die Kooperation mit dem Zernike Institute in Groningen wird bei diesen Themen gezielt einbezogen und vertieft.

Wesentlich ist in der Northwest Alliance für die Zusammenarbeit die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen, Nachwuchsprogramme und das Innovationszentrum Matena innovate!, das Forschungsergebnisse systematisch in die Marktreife überführt.

Sprecher*innen des Forschungsschwerpunkts

Prof. Dr. Korusch Rezwan
© Patrick Pollmeier/Universität Bremen

In sieben Jahren wird die Northwest Alliance gezeigt haben, was möglich ist, wenn exzellente Materialwissenschaft konsequent zusammenarbeitet: innovative Technologien, die nicht nur ökologisch sinnvoll sind, sondern auch die Wirtschaft nachhaltig stärken und den Weg in eine klimaneutrale Gesellschaft ebnen.“

Prof. Dr. Korusch Rezwan, Universität Bremen

Ziel des Exzellenzclusters „Die Marsperspektive“ ist die Entwicklung neuartiger Produktionsverfahren für extrem ressourcenarme Bedingungen, die als Modell zugleich für eine Besiedlung des Mars und eine grüne Transformation auf der Erde dienen können.“

Prof. Dr. Kirsten Tracht, Universität Bremen

Kirsten Tracht
© Matej Meza/Universität Bremen