
Gesellschaftlichen Zusammenhalt erforschen
Gesellschaftliche Umbrüche wie Digitalisierung, demografischer Wandel, die sozial-ökologische Transformation sowie globale Krisen und geopolitische Spannungen stellen Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Forschende der Universität Bremen und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg untersuchen gemeinsam, wie sich angesichts dieser Transformationen soziale Ungleichheiten über den Lebensverlauf entwickeln und welche Folgen damit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt verbunden sind.
Disziplinen
Politikwissenschaft
Soziologie
Geschichte
Geographie
Gesundheitswissenschaft
Informatik
Kulturwissenschaften
Medienwissenschaft
Wirtschaftswissenschaften
Im Mittelpunkt stehen Dynamiken sozialer Ungleichheit sowie die Rolle von Sozialpolitik für die soziale und politische Integration von Gesellschaften im Kontext globaler Verflechtungen und Krisen. Dabei verbinden sich theoriegeleitete Ansätze mit empirischen Analysen und internationalen Vergleichen, auch jenseits des OECD-Rahmens.
Wichtige Einrichtungen sind das SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik und das Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS). Forschungsverbünde wie der Sonderforschungsbereich Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik (SFB 1342), das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, das Graduiertenkolleg Social Dynamics of the Self und das Deutsche Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung bündeln Expertise und Forschungskapazitäten. Forschungsdateninfrastrukturen wie das Forschungsdatenzentrum Qualiservice und das Welfare State Information System sichern evidenzbasierte Analysen.
In den kommenden Jahren streben die Universitäten an, die Northwest Alliance als internationales Zentrum für globale Sozialpolitik, soziale Kohäsion und Staatlichkeit zu stärken. Dazu werden herausragende internationale Forschende eingeladen, die Kooperation mit der Rijksuniversiteit Groningen (RUG) vertieft und die Sichtbarkeit weltweit erhöht.
Aufbauend auf Erfahrungen mit strukturierten Doktorandenprogrammen (BIGSSS, 3GO) wird ein gemeinsames PhD-Programm für Bremen, Oldenburg und Groningen etabliert. Es verbindet Nachwuchswissenschaftler*innen mit führenden Forschenden, bietet ein einzigartiges Trainingsumfeld für die empirische Analyse sozialer Kohäsion und integriert quantitative und qualitative Methoden.
Methodisch und thematisch ergänzen sich die Standorte: Computational Social Science und Netzwerkforschung in Bremen und Oldenburg, ergänzt durch analytische Soziologie, Politikwissenschaft und Social Network Analysis an der RUG. Gemeinsame Forschungseinrichtungen, Graduate Schools und Austauschprogramme sichern langfristige Kooperation und die internationale Sichtbarkeit des Forschungsschwerpunkts.
Sprecher*innen des Forschungsschwerpunkts
Prof. Dr. Gundula Zoch, Universität Oldenburg
Prof. Dr. Patrick Sachweh, Universität Bremen
Prof. Dr. Markus Tepe, Universität Bremen
Mit der Northwest Alliance intensivieren die Sozialwissenschaften in Bremen, Oldenburg und Groningen ihre Zusammenarbeit und bündeln ihre Expertisen, um einen international sichtbaren und methodisch innovativen Schwerpunkt zur Erforschung der Umbrüche, vor denen unsere Gesellschaften stehen, zu schaffen.
Professor Patrick Sachweh


