
Forschendes Lernen, flexibles Studieren und ein interdisziplinärer Austausch sind zentrale Elemente der Northwest Alliance. Beide Hochschulen erproben und entwickeln innovative Lehr- und Studienformate und bieten ihren Studierenden verschiedene Möglichkeiten, sich über Fächergrenzen hinweg individuell zu qualifizieren.
Die Allianz profitiert von den Stärken beider Partner: Die Universität Oldenburg setzt seit ihrer Gründung Impulse als offene Hochschule und Vorreiterin im lebenslangen Lernen. Die Universität Bremen stärkt die Allianz durch ihre international ausgerichteten Studiengänge, eine studierendenzentrierte, diversitätssensible Haltung und hohe Innovationskraft. Der große Anteil an Lehramtsstudierenden (Oldenburg 37 Prozent, Bremen 16 Prozent) sorgt ebenso wie transdisziplinäre Lehrprojekte dafür, dass die Hochschulen eng in die Gesellschaft wirken.
Kooperationsstudium
Als Bremer Studentin in Oldenburg Niederlandistik oder als Oldenburger Student in Bremen Geographie auf Lehramt studieren – das ist dank der Kooperation in den Lehramtsstudiengängen zwischen den Hochschulen möglich. Beide Universitäten erweitern das jeweilige Fächerspektrum für die Studierenden im Lehramt: In Oldenburg können die Fächer Niederlandistik,Slavistik und Materielle Kultur (Textil) angewählt werden. Die Universität Bremen bietet für Oldenburger Lehramtsstudierende neben Geographie die Fächer Französisch und Spanisch. Durch die räumliche Nähe und etablierte Kooperationen der Forschenden können Studierende niedrigschwellig Module an der Partneruniversität belegen und für das Studium anerkennen lassen.
Forschendes Lernen
Lernumgebungen, in denen Studierende früh mit wissenschaftlicher Arbeit in Kontakt kommen und selbst unabhängig forschen, zeichnen die Universitäten der Northwest Alliance aus: Forschendes Lernen ist so grundlegend in exzellenter universitärer Lehre verankert. Die Universität Oldenburg bündelt und fördert entsprechende Aktivitäten im Programm forschen@studium. An der Universität Bremen wird forschendes Lernen als didaktisches Prinzip in die Curricula integriert und in unterschiedlichen Formaten umgesetzt.
Offene Hochschule und lebenslanges Lernen
Hochschulbildung für alle ist ein wichtiger Teil des Selbstverständnisses der Northwest Alliance. Die Universität Oldenburg versteht sich seit ihrer Gründung als offene Hochschule, die wissenschaftliche Weiterbildung und Durchlässigkeit institutionell verankert hat. Das C3L – Center für Lebenslanges Lernen gehört zu den führenden deutschen Einrichtungen im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung. Es hat die Öffnung der Hochschulen für nicht-traditionelle Studierende wesentlich mitbestimmt. Auch die Universität Bremen ermöglicht verschiedene Wege ins Studium, zum Beispiel für berufliche Qualifizierte, und hat eine hohe Quote an Erstakademikerinnen und -akademikern. Flexible Studienverläufe unterstützten nicht-traditionelle Studierendengruppen in besonderem Maße, und bietet beispielsweise Microcredentials in weiterbildenden Studiengängen. Mit seinen verschiedenen Maßnahmen hat sich der Verbund als Vorreiter für lebenslanges Lernen etabliert.
Internationale Programme
Internationalisierung zu Hause und Studierendenmobilität gleichzeitig fördern – das ist die Strategie der Universitäten Bremen und Oldenburg. 27 internationale Studiengänge, einschließlich zehn Double-Degree-Programme, an der Universität Bremen und 15 internationale Studiengänge, einschließlich vier Double-Degree-Programme, an der Universität Oldenburg bilden Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz ab und spiegeln die wissenschaftlichen Profile der Universitäten wider. Zu den profilbildenden internationalen Studiengängen gehören der Master in Marine Geosciences in Bremen sowie der European Master in Migration and Intercultural Relations in Oldenburg. Diese Angebote ziehen auch Talente aus dem Ausland in die Region und tragen so dazu bei, Forschende in frühen Karrierephasen zu gewinnen und zu binden.
Hochschuldidaktik und Qualitätsentwicklung
Innovative Lehr- und Lernformate, die gesellschaftliche relevante Fragestellungen und interdisziplinäre, wissenschaftsbasierte Problemlösungen adressieren und mit aktuellen Digitalisierungstrends verbinden, sind die maßgeblichen Entwicklungsperspektiven für die Lehre an beiden Universitäten. Sie zeichnen sie sich durch eng verzahnte zentrale Qualitätssicherungsinstrumente und fachnahe Verantwortung für die Entwicklung und das Erreichen der Qualitätsziele aus. Die Systemakkreditierung bescheinigt beiden universitären Qualitätsmanagementsystemen eine hohe Leistungsfähigkeit. Die hochschuldidaktische Qualifizierung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfolgt unter anderem in einem etablierten gemeinsamen Zertifikatsprogramm. Zukunftsthemen wie KI, Nachhaltigkeit in der Lehre, OER oder Lehren und Lernen mit digitalen Medien erfreuen sich großer Beliebtheit.