Die vier Exzellenzcluster der Northwest Alliance stehen für international sichtbare Spitzenforschung – und für äußerst komplexe Themen. Dass sie auch Unterhaltungswert haben, erlebten mehr als 30 Teams bei der „Exzellenz-Edition“ der QuizNight im Oldenburger CORE.
Traditionell verwandelt sich die Markthalle der Coworking- und Eventlocation CORE einmal im Monat in eine Quizarena. Moderator Tobias Janßen lädt dann mit Fragen aus allen Wissensgebieten zum geistigen Kräftemessen. Am vergangenen Freitag stand dieses Quiz unter einem besonderen Motto: „Exzellenz“. Neben Fragen zu den Städten Oldenburg und Bremen, deren Universitäten sich als Northwest Alliance (NWA) gerade gemeinsam im Rennen um eine Förderung als Universitärer Exzellenzverbund befinden, gab es insbesondere Fragen aus den bekanntesten Forschungsbereichen der beiden Universitäten. Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, Vizepräsidentin für Akademische Karrierewege, Chancengleichheit und Internationales der Uni Oldenburg, begrüßte die Teilnehmenden nicht nur, sondern stellte ihnen auch selbst eine Quizfrage: „Die Northwest Alliance betreibt Spitzenforschung in vier Bereichen: Tiernavigation, Meeresforschung, Ressourcenknappheit – und welchem Forschungsbereich?“
Natürlich lautet die richtige Antwort „Hörforschung“. Passend dazu hatte Moderator Tobias im Laufe des Abends Unterstützung unter anderem von dem Oldenburger Hörforscher Dr. Thomas Schwarz, der vor Ort zum Beispiel erklärte, wie genau aktives Noise Cancelling funktioniert – eine Funktion, die viele täglich nutzen, wenn ihre Kopfhörer alle Außengeräusche ausblenden. „Mikrofone an den Kopfhörern registrieren diese Geräusche, zu denen der Kopfhörer dann den passenden Gegenschall produziert, der das Außengeräusch aufhebt.“, erklärte er. Dieser hebt das unerwünschte Außengeräusch auf und man kann sich zum Beispiel ausschließlich auf die Musik oder das Telefonat konzentrieren. Auch sogenannte Shepard-Töne waren den meisten Teilnehmenden bestimmt schon vor der QuizNight begegnet – ohne, dass sie es bemerkt haben. Diese akustische Täuschung klingt wie eine unendliche Tonleiter. In Filmen dient sie etwa dazu, Spannung aufzubauen. Schwarz hatte einen kurzen Ausschnitt aus „Batman – The Dark Knight“ mitgebracht. Die scheinbar unendliche Beschleunigung des Batpods, eine Art Motorrad, ist ein Beispiel für Shepard-Töne.
Ebenfalls vor Ort dabei war Musikwissenschaftler Dr. Michel Bürgel. Er hatte einen an der Universität Oldenburg entwickelten Vibro-Chair mitgebracht, den die Besucher*innen auch mit großem Interesse selbst ausprobierten – natürlich erst, nachdem sie beantwortet hatten, welche Funktion das ungewöhnliche Sitzmöbel haben könnte. Wer anschließend Platz nahm, bekam einen Kopfhörer aufgesetzt und konnte die abgespielte Musik nicht nur hören, sondern auch fühlen. Verschiedene Vibrationsplatten unter den Armstützen, der Rückenlehne und am Gesäß wandeln die Instrumente und den Gesang in Vibrationen um. Mit diesem Ansatz wollen die Forschenden Menschen mit Höreinschränkungen eine zusätzliche Möglichkeit geben, Musik wahrzunehmen.
Traditionelles Highlight jeder QuizNight ist die Musikrunde. Anders als sonst gab es dazu dieses Mal sogar Live-Musik. Die Musikstudierenden Nils Brandenburg und Elli Hasler hatten zahlreiche Songs einstudiert und sich knifflige Fragen dazu ausgedacht. Mal sollten die Quizzer*innen Songtitel und -interpret erraten, dann Songzeilen vervollständigen und außerdem erkennen, welche zwei Songs Nils und Elli in einem Song zusammengeführt haben.
Wer jetzt neugierig geworden ist, ob er oder sie selbst das Zeug gehabt hätte, eine der vier Quizrunden für sich zu entscheiden, kann das eigene Wissen mit diesen 12 von insgesamt 70 gestellten Fragen testen. Die Antworten befinden sich im Text unter jeder Frage, die ausgeklappt werden kann.
Runde 1: Bremen und Oldenburg
Antwort: Andreas Bovenschulte (Bürgermeister und Präsident des Bremer Senats)
Antwort: EWE (rund 9.000 Mitarbeitende) in Oldenburg und Mercedes (rund 11.000 Mitarbeitende) in Bremen
Antwort: Rektorin
Runde 2: Multiple Choice
Antwort b) Die Oldenburger Sprachwissenschaftlerin Esther Ruigendijk und Hanin Karawani Khoury von der Uni Haifa (Israel) wollen herausfinden, ob das Phänomen besonders Menschen betrifft, die verwandte Sprachen sprechen, also etwa Hebräisch und Arabisch oder Deutsch und Niederländisch.
Antwort c) Das Guaymas-Becken ist ein aktives tektonisches Becken mit hydrothermalen Quellen, das bekannt ist für seine natürlichen Öl-Austrittsstellen.
Antwort b)
Runde 3: Wahr/falsch
Antwort: Wahr
Antwort: Falsch
Antwort: Wahr
Runde 4: Musikrunde
Antwort: „Killing me softly“ (1973, “I wish” ist von 1976)
Antwort: Where women glow and men plunder? / You better run, you better take cover
Antwort: Dolly Parton
Eindrücke von der QuizNight
Copyright der Fotos: Universität Oldenburg / Daniel Schmidt










