Eine Probandin nimmt an einem Hörforschungsexperiment in einem Reflexionsarmen Raum teil.

HÖREN UND GEHIRNGESUNDHEIT

Intelligente Technologien zur Prävention

Der Schwerpunkt Hirngesundheit verbindet die international herausragende Forschung zu den Themen Hören, Gesundheit und digitale Technologien an den Universitäten Oldenburg und Bremen. Kennzeichnend für die Standorte ist dabei die enge Verbindung von Neurowissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Künstlicher Intelligenz und Gesundheitsforschung.

Disziplinen

Elektrotechnik
Informationstechnik
Gesundheitswissenschaften
Humanmedizin
Informatik
Medizintechnik
Psychologie
Statistik

Von der Hörforschung zum gesunden Gehirn

An der Universität Oldenburg hat sich mit dem Exzellenzcluster „Hearing4all.connects“ und dem Sonderforschungsbereich „Hörakustik“ ein weltweit einzigartiges Zentrum der Hörforschung entwickelt – von den neurobiologischen Grundlagen bis zur personalisierten Hörversorgung. Zudem untersuchen Forschende eines Graduiertenkollegs wie Neuromodulation motorische und kognitive Funktionen im gesunden und kranken Gehirn beeinflusst und entwickeln entsprechende Methoden weiter, um eine patientenzentrierte Rehabilitation zu ermöglichen.

Im Graduiertenkolleg HEARAZ erforschen Beteiligte beider Universitäten zudem ohrnahe Sensortechnologien, die neue Möglichkeiten für Gesundheitsmonitoring eröffnen.

Die Universität Bremen bringt ihre Expertise in datengetriebener Gesundheitsforschung und KI ein. Initiativen wie der Leibniz-WissenschaftsCampus Digital Public Health Bremen, das AI Center for Health Care sowie die Forschungsgruppe Lifespan AI entwickeln Methoden, um Gesundheitsverläufe über die Lebensspanne vorherzusagen und digitale Technologien in Gesundheitssysteme zu integrieren.

Gemeinsame Strukturen wie das Pflegeinnovationszentrum sowie Partnerinstitutionen wie das OFFIS – Institut für Informatik in Oldenburg, das Hörzentrum Oldenburg gGmbH, das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen und das Bremer Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS stärken Innovation und Transfer in diesem Forschungsfeld.

Ein integrativer Ansatz verbindet Risiko-basierte Früherkennung und individualisierte Prävention nichtübertragbarer Erkrankungen mit sensorgestütztem Tracking. Die komplementären Kompetenzen der beiden Universitäten – von datengetriebenen Methoden bis zu Sensor- und KI-Technologien – ermöglichen neuartige Konzepte zur Förderung der Hirngesundheit über die gesamte Lebensspanne.

Sprecher*innen des Forschungsschwerpunkts

Professorin Christiane Thiel
© Daniel Schmidt/Uni Oldenburg

In sieben Jahren soll die Northwest Alliance ein international sichtbares Umfeld sein, in dem wir Hör- und Gehirngesundheit gemeinsam denken, interdisziplinär erforschen und mit modernsten Technologien voranbringen.

Prof. Dr. Christiane Thiel, Universität Oldenburg

Mit innovativen KI- und Sensortechnologien sowie digitalen Public Health Ansätzen möchten wir die Früherkennung und Prävention von Gesundheitsrisiken revolutionieren – für eine präventive Gesundheit über die gesamte Lebensspanne.

Prof. Dr. Marvin Wright, Universität Bremen

© Leona Hofmann/Universität Bremen