16. Conrad-Naber-Lecture: Exploring „The Martian Mindset“  zur Marsperspektive
Podiumsdiskussion: Personen (v.l.: Kirsten Tracht, Exzellenzcluster The Martian Mindset, Rolf Janovsky, Direktor Raumfahrtsystemstudien bei OHB-System, Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen, Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Moderator Klaus Sondergeld, Vorsitzender des Rundfunkrats von Radio Bremen. Bild: Matej Meza/ Universität Bremen
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16. Conrad-Naber-Lecture: Exploring „The Martian Mindset“ zur Marsperspektive

Nach der Begrüßung durch Gerd-Rüdiger Kück vom Vorstand der unifreunde gab Professorin Kirsten Tracht, Co-Sprecherin des Exzellenzclusters „The Martian Mindset“ in ihrem Impulsvortrag spannende Einblicke in die Idee und den innovativen Forschungsansatz des interdisziplinären Teams.  

Der Mars als Experiment für Ressourcenknappheit

Die Wissenschaftler:innen nehmen die „Marsperspektive“ ein, um die Produktion von Materialien und Bauteilen von Grund auf neu zu denken: Die Ressourcenknappheit und extremen Rahmenbedingungen auf dem roten Planeten dienen als experimentelles Setting, um ein neues Paradigma der Nachhaltigkeit zu entwickeln, das innovative ressourcen- und energieschonende Prozesse der Materialgewinnung und -verarbeitung ermöglicht.

Die Bedingungen auf dem Mars sind extrem: es herrschen Temperaturen zwischen -150 und 30 Grad Celsius, es gibt keine fossilen Brenn¬stoffe und nur eine dünne CO2-Atmosphäre. Diese Bedingungen dienen als Rahmen für die Entwicklung des „Martian Mindsets“ – eines neuen Paradigmas der Nachhaltigkeit – bei dem Material¬gewinnung, Verarbeitung und Produktion von Bau¬teilen grundlegend anders gedacht werden.

Langfristig will der Cluster damit zu einer nachhaltigen Erforschung des Weltraums beitragen. „Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit radikal neu zu denken und dieses Wissen nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Praxis anzuwenden“, betonte Professorin Kirsten Tracht. „Wir möchten dafür zum einen mit der Industrie zusammenarbeiten. Zum anderen werden wir gemeinsam mit Kindertagesstätten und Schulen einen Wissenstransfer anstoßen, der es zukünftigen Generationen ermöglicht, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.“
 

„Ich finde sehr spannend, was die Forschenden vorhaben“, sagte Dr. Henrike Müller, Bremens Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, in der anschließenden Podiumsdiskussion. 
„Es ist beeindruckend, wie viele Ansätze sich aus der Marsforschung ableiten lassen, die auch auf der Erde Anwendung finden können.“
 

Er sei ebenfalls auf die Forschungsergebnisse gespannt, sagte Dr. Rolf Janovsky, Direktor Raumfahrtsystemstudien bei OHB-System: „Ich hoffe, dass neben Grundlagenforschung auch Ergebnisse daraus hervorgehen, die langfristig für die Industrie anwendbar sind.“

Exzellenzcluster erhöhen die internationale Sichtbarkeit

Auf die Frage von Moderator Klaus Sondergeld nach der Bedeutung der Cluster für die Universität, betonte Uni-Rektorin Jutta Günther, sie sei stolz auf die beiden Exzellenzcluster „Die Marsperspektive“ und „Der Ozeanboden“. „Es ist großartig, dass es gelungen ist, beide Cluster zu gewinnen. Das gibt unserer Universität einen großen Schub, zum Beispiel was die internationale Sichtbarkeit angeht und die Gewinnung von hochqualifizierten Wissenschaftler:innen.“

Aber auch die gesamte Nordwestregion erhalte eine größere Sichtbarkeit. Daher hätten sich im Exzellenzwettbewerb die Universitäten Bremen und Oldenburg gemeinsam als Northwest Alliance um den Titel als Exzellenzverbund beworben. Dabei gehe es um ein überzeugendes Strategiekonzept zur Weiterentwicklung der Universitäten. „Es ist gigantisch, was hier von unseren Forschenden geleistet wird“, so Rektorin Jutta Günther.  

Weitere Informationen:

 

Exzellenzcluster „Die Marsperspektive“: https://www.mars.uni-bremen.de
Exzellenzcluster „Der Ozeanboden“: https://www.marum.de/Der-Ozeanboden.html

 

Kontakt

Northwest Alliance

Universität Bremen

Referentin des Rektorats für Exzellenz und strategische Hochschulentwicklung
Maike Koschorreck

Hochschulkommunikation und -marketing

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Persönliche Referentin des Präsidenten
Alke Freese

Stabsstelle Presse & Kommunikation