Collage einer Frau, die einen Vortrag hält und einer Frau, die auf einen Bildschirm zeigt.

Transfer

Die Northwest Alliance stärkt den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Durch Gründungsförderung, strategische Partnerschaften und transdisziplinäre Zusammenarbeit werden Forschungsergebnisse in Innovationen überführt und gemeinsam Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt.

Gründung und Innovation

In der Northwest Alliance wird das Innovationspotenzial der Universitäten Bremen und Oldenburg systematisch sichtbar gemacht und gezielt in die Anwendung überführt. Forschungsergebnisse sollen nicht nur wissenschaftlich publiziert, sondern gemeinsam mit Partner*innen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu technischen und sozialen Innovationen weiterentwickelt werden. Forschende werden dabei umfassend unterstützt: Von der ersten Idee über die Identifikation geeigneter Kooperationspartner*innen bis hin zur Umsetzung in anwendungsorientierten Projekten.

Gründungsservices wie BRIDGE oder das Gründungs- und Innovationszentrum der Universität Oldenburg tragen wesentlich dazu bei, ein lebendiges Gründungsklima für Studierende, Forschende und Alumni zu schaffen. Vielversprechende forschungs- und wissensbasierte Ideen werden frühzeitig identifiziert, strukturiert weiterentwickelt und auf ihrem Weg zu marktfähigen oder gesellschaftlich wirksamen Lösungen begleitet. Im Mittelpunkt stehen individuelle Beratung, Qualifizierungsangebote, Vernetzung sowie Unterstützung bei Förderanträgen.

Ergänzend leisten strategische Instrumente wie Scouting, die Förderung sozialer Innovationen, Open-Innovation-Formate sowie ein aktives Beteiligungsmanagement einen wichtigen Beitrag. Durch die gezielte Vernetzung relevanter Akteur*innen und die Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit entstehen nachhaltige Lösungen mit konkretem Mehrwert für Gesellschaft und Wirtschaft.

Gründungsförderung

hoi startup factory

Knapp 40 beteiligte private Unternehmen, die Hochschulen im Nordwesten sowie lokale und regionale öffentliche Institutionen bilden die 2025 gegründete hoi startup factory. Sie verbindet wissenschaftliche Innovation mit Unternehmergeist und hat beispielsweise bei der Entwicklung einer gemeinsamen Intellectual-Property-Strategie der akademischen Einrichtungen unterstützt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, den Gründungsprozess zu professionalisieren, Forschung in Wertschöpfung zu verwandeln und ein länderübergreifendes Ökosystem für Innovation und Wachstum zu etablieren. Zu den beteiligten Hochschulen gehören neben den Universitäten Oldenburg und Bremen die Hochschule Bremen, die Constructor University, die Jade Hochschule, die Hochschule Bremerhaven, die Hochschule für Künste Bremen, die Universität Vechta sowie die Hochschule Emden/Leer.

BRIDGE

BRIDGE ist die zentrale Anlaufstelle für Studierende, Alumni und Hochschulangehörige in Bremen rund um das Thema Existenzgründung. Getragen wird das Hochschulnetzwerk von der Universität Bremen, der Hochschule Bremen, der Hochschule Bremerhaven, der Hochschule für Künste, der Constructor University sowie der Bremer Aufbau-Bank GmbH. Ziel von BRIDGE ist es, das Gründungsklima an den beteiligten Hochschulen zu stärken und vielversprechende Ideen frühzeitig zu fördern. Dafür bietet BRIDGE Unterstützung in allen Gründungsphasen – mit praxisnahen Events, individueller Beratung und dem Wettbewerb CAMPUSiDEEN.

Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ)

Das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität Oldenburg hat seit seiner Eröffnung 2012 mehr als 600 Gründungsprojekte betreut, aus denen 148 Startups gegründet wurden – viele von ihnen sind mit hochkarätigen Preisen ausgezeichnet.  Es ist die zentrale Anlaufstelle zum Thema Gründung für Studierende, Alumni und Angehörige der Universität Oldenburg. Zum Angebot gehören neben professioneller Beratung, Qualifizierung und Mentoring auch Fördermittel. Universitäre Gründungsvorhaben können etwa finanzielle Kleinstförderungen erhalten, die die Universität gemeinsam mit der Stadt Oldenburg bereitstellt. Zudem gibt es aus der Förderlinie EXIST-Women ein Programm, das Unternehmertum von Frauen unterstützt.

Technologietransfer

Zentrum für Windenergieforschung ForWind

ForWind ist das gemeinsame Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Bremen und Hannover und vereint unterschiedlichste Disziplinen – von den Ingenieurs- und Materialwissenschaften, der Physik und Meteorologie bis hin zur Informatik und den Wirtschaftswissenschaften. Das 2004 gegründete Zentrum bündelt die universitäre Forschung zur Windenergie und fördert den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Universität Bremen trat ForWind 2009 bei. Heute forschen unter dem Dach des Zentrums rund 30 Arbeitsgruppen mit fast 300 Mitarbeitenden.
Im Mittelpunkt der Forschung steht unter anderem die Frage, wie sich die Turbulenz im Nachlauf von Windkraftanlagen möglichst genau erfassen lässt. Zudem untersuchen die Forschenden, welche Belastungen auf die Tragstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen wirken. Im Fokus stehen zudem die Herausforderungen und Chancen, die die Windkraft für eine dezentrale Energieversorgung der Zukunft mit sich bringt.

Laser im Windkanal von ForWind
© ForWind/Universität Oldenburg

Relationship Management

Als zentrale Akteurin im Wissenschafts- und Innovationssystem versteht sich die Northwest Alliance zugleich als Impulsgeberin für gesellschaftliche Transformationsprozesse. Forschung und Lehre werden aktiv mit Stadtgesellschaft, Unternehmen, Stiftungen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und politischen Entscheidungsträger*innen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene vernetzt.

So entsteht ein kontinuierlicher Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, der über einzelne Projekte hinausgeht und langfristige Partnerschaften in der Region stärkt. In kooperativen Formaten auf Augenhöhe entstehen Räume, in denen wissenschaftliche Expertise und gesellschaftliche Erfahrung produktiv zusammenwirken. Gemeinsam werden Lösungen für zentrale Herausforderungen entwickelt, etwa in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltige Wirtschaft, Digitalisierung, soziale Teilhabe oder Bildung.

Zugleich fördern die Universitäten Bremen und Oldenburg wirkungsorientierte Karrierewege für Studierende, Promovierende und Forschende. Praxispartnerschaften, Transferprojekte, Gründungsförderung und kooperative Forschungsformate stärken Qualifikationsprofile, die wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbinden. Absolvent*innen und Forschende werden so befähigt, ihre Expertise auch in Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft wirksam einzubringen.

Metropolregion Nordwest

Die Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. koordiniert die Zusammenarbeit von Kommunen, Ländern, Kammern und weiteren Partnern in der Region. Sie steht für die länderübergreifende Kooperation zwischen der Freien Hansestadt Bremen und dem Land Niedersachsen sowie für die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Northwest Alliance als Zusammenschluss der Universitäten Oldenburg und Bremen ist eng mit der Metropolregion Nordwest verbunden: Beide Universitäten sind Mitglieder im Beirat und bringen ihre wissenschaftliche Expertise aktiv in seine Arbeit ein. In diesem Rahmen leisten die Universitäten Oldenburg und Bremen einen zentralen Beitrag zur Weiterentwicklung und Sichtbarkeit der Region.

Transdisziplinarität und gesellschaftlicher Dialog

Eine dialogorientierte Wissenschaftskultur prägt die Zusammenarbeit in der Northwest Alliance. Gesellschaftliche Akteur*innen werden systematisch in Forschungs- und Entwicklungsprozesse einbezogen. Wissenschaft wird dabei nicht als abgeschlossener Prozess innerhalb der Hochschule verstanden, sondern als offener Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft.

Forschende werden durch Beratungsangebote, Qualifizierungsmaßnahmen und Unterstützung bei der Entwicklung geeigneter Formate begleitet. Dazu gehören partizipative Forschungsdesigns, Dialog- und Beteiligungsformate sowie tragfähige Kooperationsstrukturen mit Partner*innen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Bildung, Verwaltung und Wirtschaft.

Im Mittelpunkt stehen transdisziplinäre Forschungsprozesse, in denen wissenschaftliches Wissen mit Praxiswissen verbunden wird. Formate der Citizen Science ermöglichen es Bürger*innen, aktiv an Forschungsprojekten mitzuwirken und eigene Perspektiven einzubringen. Dialogorientierte Wissenschaftskommunikation schafft Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsame Wissensproduktion.

Langfristige Kooperationen mit außeruniversitären Partner*innen tragen dazu bei, Forschungsergebnisse in gesellschaftliche Kontexte zu übertragen und gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.