Wissenschaftler:innen des Frauenhofer MEVIS betrachten den Scan einer Lunge

Wissenschaftliche Qualifizierung

Die Northwest Alliance unterstützt Forschende in frühen und fortgeschrittenen Karrierephasen durch eine enge Zusammenarbeit der beiden zentralen Qualifikationseinrichtungen in Bremen und Oldenburg. Ziel ist es, Promovierende, Postdocs und weitere Forschende standortübergreifend zu begleiten, zu vernetzen und in ihrer wissenschaftlichen Entwicklung zu stärken.

Gemeinsame Strukturen, vernetzte Angebote

Mit BYRD – Bremen Early Career Researcher Development der Universität Bremen und der Graduiertenakademie der Universität Oldenburg verfügen beide Hochschulen über etablierte Einrichtungen zur wissenschaftlichen Qualifikation und Karriereentwicklung. Die Einrichtungen begleiten wissenschaftliche Karrieren von der Promotionsphase bis zur Orientierung nach der Promotion. Sie unterstützen anhand von Beratungs- und Vernetzungsangeboten die Entwicklung wissenschaftlicher Profile und überfachlicher Kompetenzen für unterschiedliche Karrierewege innerhalb und außerhalb der Wissenschaft. Innerhalb der Northwest Alliance arbeiten diese eng zusammen.

Forschende profitieren dadurch von:

  • wechselseitig nutzbaren Qualifizierungsangeboten

  • gemeinsamen Veranstaltungsreihen, z. B. zur Promotionsbetreuung

  • koordinierten Vernetzungs- und Austauschformaten

  • einer abgestimmten Unterstützung über Hochschul- und Fachgrenzen hinweg

DFG-Graduiertenkollegs

Im Graduiertenkolleg HEARAZ an den Universitäten Oldenburg und Bremen entwickeln Nachwuchsforschende vernetzte ohrnahe Assistenzsysteme (Hearables) und integrieren diese in die Lebens- und Versorgungspraxis. Durch die Vernetzung von Hörgeräten mit Sensoren und externen Geräten entstehen personalisierte Gesundheitszentralen am Ohr, die über Hörverbesserung hinaus Wahrnehmung, Kommunikation, Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe fördern. Die Ausbildung verbindet Grundlagen-, Anwendungs- und Versorgungsforschung mit klinischen, technischen sowie ethisch-sozialen Perspektiven und wird durch Praxishospitationen, Lab-Rotationen und innovative Simulationsmethoden ergänzt.

Das Graduiertenkolleg CAUSE an den Universitäten Bremen und Oldenburg sowie der Technischen Universität Hamburg befasst sich mit den Herausforderungen digital gesteuerter, komplexer Systeme, deren Schnittstellen und Wechselwirkungen oft nur unzureichend verstanden sind. Ziel ist es, solche Systeme selbsterklärend zu gestalten, indem technische, logische und algorithmische Grundlagen für verständliche Erklärungen entwickelt und in das System Engineering integriert werden. Mit einem interdisziplinären Konsortium, einem umfassenden Demonstrator und einer forschungsnahen Promotion verbindet CAUSE Theorie, Methodik und praktische Anwendung.

Ob beim Onlineshopping, auf Jobplattformen oder in Finanzapps – IT-Systeme beeinflussen häufig ökonomische Entscheidungen. Die Karlsruhe Decision and Design School (KD²School) untersucht, wie ökonomische Entscheidungen durch IT-basierte Systeme unterstützt werden und wie diese Systeme gestaltet sein müssen. Ziel der KD²School ist es, starre Entscheidungssysteme weiterzuentwickeln hin zu dynamischen Systemen, die sich an den jeweiligen Entscheidungskontext anpassen. Dieser Kontext umfasst personenbezogene Faktoren wie Stress, aufgabenbezogene Aspekte wie Komplexität sowie Umgebungsfaktoren wie Anreize. Auf dieser Basis sollen ökonomische Institutionen und ihre IT-Umsetzung so gestaltet werden, dass sie Menschen wirksam unterstützen und sich kontinuierlich verbessern. Im Kolleg kooperieren Forschende aus Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Informatik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Bremen und der Universität Oldenburg miteinander.